noidea on June 28th, 2009

Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie man möglichst kurz und prägnant Begriffe wie “followen” oder “frienden” erklärt, dem kann ich einen Eintrag von Helge empfehlen.

jmdn [selten: jmdm] followen (v)
Jemand auf Twitter der eigenen Leseliste hinzufügen, meist nicht in der Absicht, die →Tweets dieser Person zu lesen, sondern entweder um auf die eigene Existenz aufmerksam zu machen oder in der Hoffnung, die Zahl der eigenen →Follower zu erhöhen.
jmdn frienden (v)
Jemanden, dessen Hand man irgendwann geschüttelt hat, auf Facebook, StudiVZ, etc. als Freund hinzufügen.

Die Beschreibungen sind, wie ihr schon gesehen habt, recht ironisch bis zynisch gehalten. Spiegeln somit aber vielleicht sogar besser die Realität darf, als wenn man sie “ernsthaft” erklären würde.

Quelle: Netzdeutsch 2009, das Wörterbuch · Helge’s Blog.

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noidea on June 27th, 2009

Da dachten wir noch bis gestern Politiker wüssten gar nicht was Twitter eigentlich ist und plötzlich kennen die nicht nur Twitter sondern wissen auch, dass man darüber verdammt schnell kommunizieren kann:

Die sogenannten Exit-Polls mit Zahlen und Trends zum Wahlausgang werden den Parteien nachmittags mitgeteilt. “Es wäre der GAU, wenn die Wählerbefragungen vor Schließung der Wahllokale öffentlich bekannt würden”, sagt Bundeswahlleiter Roderich Egeler. Via Internet könnten dann Unentschlossene mobilisiert werden. Nach einer Anfechtung des Ergebnisses müsste die Wahl womöglich wiederholt werden.

Wie bitte? Eine Wahl soll angefochten werden, weil eventuell voran Trends über Twitter geleaked werden?
Warum denn nicht einfach umgekehrt. Wir fechten die Wahl dann an, wenn wir merken, dass uns die Politiker mit ihren Wahlversprechen mal wieder belogen haben. Das würde doch durchaus mehr Sinn ergeben, oder?

Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz hält es für angebracht, über “ein Verbot der Wählerbefragungen nachzudenken”.

Gut, dass der Wiefelspütz intelektuell manchmal etwas überfordert ist war mir schon klar. Immerhin muss man ihm mal positiverweise attestieren, dass er ja nicht gefodert hat Twitter zu zensieren, sondern jetzt lieber die Wahlbefrager zensiert. Ist ja schon mal ein Schritt nach vorne.
Ich frage mich dann allerdings nur, wie denn die Politiker brav um 18 Uhr im Fernsehen in die Kamera grinsen sollen, wenn es denn keine Hochrechnungen gibt. Denn Basis dieser Hochrechnungen sind doch genau die Wählerbefragungen, über deren Verbot Herr Wiefelspütz jetzt nachdenken möchte.

Etwas grotesk finde ich das ja schon. Da beklagt sich die Politik über die geringe Wahlbeteiligung, möchte sogar Strafen für Nich-Wähler einführen und jetzt gäbe es die Möglichkeit vie Internet Unentschlossene zu mobilisieren und dann ist das den Politikern auch wieder nicht Recht?

Ja was denn nun? Entscheidet euch doch mal!

Quelle: Politiker fürchten Twitter-Manipulationen bei Bundestagswahl

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Wie lange müssen wir auf obige Überschrift wohl noch warten?
Ich vermute mal sie wird nie kommen. Deutschland ist halt nicht China. Da wird einfach mit zweierlei Maß gemessen. Die Europäische Kommision, namentlich die Medienkommissarin Viviane Reding, ist sich nicht zu schade zu folgender dümmlichen Aussage hinzureißen:

“Das Blockieren oder Filtern bestimmter Internet-Inhalte ist für die Europäische Union völlig inakzeptabel.” Diese Worte hat EU-Medienkommissarin Viviane Reding der chinesischen Regierung ins Stammbuch geschrieben. Die von Peking geplante Einführung eines Internet-Filters ziele darauf ab, das Netz zu zensieren und die Meinungsfreiheit einzuschränken, sagte Reding in Brüssel. China hat erklärt, der Filter richte sich gegen Seiten mit pornographischem Inhalt und diene dem Jugendschutz.

Wir stellen also fest:

  • Wenn eine “Volksrepublik” ihre Bürger mit Internetfiltern schützen will ist das Zensur und die Politiker schreien auf.
  • Wenn eine “Demokratische Republik” ihre Bürger mit Internetfiltern schützen will ist das völlig normal und das Gesetz wird von Politikern gelobt.

Für mich mal wieder nur ein Hinweis in was für einer kranken Welt wir eigentlich leben.

Quelle: http://www.dradio.de/kulturnachrichten/200906261600/3

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noidea on June 26th, 2009

Anke Gröner hat kürzlich in Cannes einen Bronzenen Löwen gewonnen. Hierzu hat sie einen Blogbeitrag verfasst, den ich euch ans Herz legen möchte. Sie gibt einen Einblick in ihre tägliche Arbeit und man kann dabei förmlich die Begeisterung für ihren Beruf spüren:

Vielleicht auch, weil mir die Produktion eines Katalogs mehr Spaß macht als „mal eben“ (alle Werber wissen, warum da Anführungszeichen stehen) eine Anzeige zu gestalten. Eine Anzeige muss oft von heute auf morgen fertig sein. Ein Autokatalog dauert ungefähr von fünf Monaten aufwärts bis zu einem Jahr.

Die erste Textfassung geht an den Kunden, meist während die Arter noch an den Layouts basteln oder auf dem Shooting sind, dann kriege ich Korrekturen, während meine Kollegen die ersten Fotos mit dem speziellen Look überziehen, auf den man sich geeinigt hat, und irgendwann werfen wir dann Bilder und Texte zusammen, korrigieren das ganze drei- bis dreißigmal, nach durchschnittlich sieben bis acht Monaten liegt ein gedruckter Katalog vor mir, und ich blättere stolz „mein“ Werk durch.

Hier gehts zum Beitrag: Warum ich mich über Bronze so freue wie andere über Gold

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noidea on June 26th, 2009

Eben noch ging es um den Freiheitskampf im Iran. Kaum ist Michael Jackson gestorben sehen die “Trending Topics” bei Twitter schon ganz anders aus:

Unglaublich!

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noidea on June 25th, 2009

Gestern war in Hamburg Norddeutschland super Wetter. Ich habe die Gelegenheit genutzt und mir mal spontan einen Tag frei genommen um auf die Kieler Woche zu fahren. Um nach Kiel zu fahren reicht ein Schleswig-Holstein Ticket, dass es für 30 EUR am Automaten ziehen kann. Wen man jetzt noch bis zu 4 Freunde oder Bekannte oder auch Fremde hätte, die mitfahren würden wäre der persönlich bezahlte Preis natürlich noch geringer. Da ich aber keinen der vorher genannten zur Mitfahrt überreden konnte musste ich das Geld selber investieren.

Um 12 Uhr 20 ging es also am Hauptbahnhof los. Der Zug war zum Glück nicht so voll, so dass ich schnell einen Sitzplatz fand. Pünktlich kamen wir dann auch um 13 Uhr 30 in Kiel an. Ich nutzte die Gelegenheit mich erstmal auf eigene Faust in Kiel etwas umzuschauen. Sehenswürdigkeiten gibt es ja nicht so wirklich, aber das Rathaus und der davor liegende See (die Seeen?) ist/sind schon schön. Anschließend spazierte ich dann am Ufer und den Buden entlang. Irgendwie fiel mir dann ein, dass ich ja irgendwas vergessen hatte: Sonnencreme!

Tja, wer so ein heller Hauttyp ist wie ich, weiß was das heißt. Ich hatte allerdings etwas Glück. Kurz nach dieser Erkenntnis lief ich an einem Stand von Nivea vorbei, an dem Gratis Sonnencreme Problem verteilt wurden. DA habe ich natürlich direkt zugegriffen. Vielen Dank noch mal an dieser Stelle 🙂 Kurz darauf traf ich dann noch eine Freundin, die in Kiel studiert, und wir machten die Kieler Woche gemeinsam unsicher.

Wer die Kieler Woche, wie ich, noch nicht kennt ist vermutlich erstmal verblüfft wie groß alles ist. Die Buden ziehen sich ewig am Ufer entlang. Ich schätze über eine Länge von 5-6 Kilometern. Dazu kommt dann noch ein “Internationaler Markt” in der Innenstadt, wo es kulinarisches aus den verschiedensten Ländern gibt. Das Kulinarische kommt allgemein nicht zu Kurz. Für jeden ist etwas dabei. Ob ein einfaches Bier mit Wurst oder Scampipfanne bei Gosch, ob Rockkonzert oder Bläser Quintet. Auch Fahrgeschäfte gibt es, allerdings nicht wirklich zwahlreich. Ich kann mich nur an ein Riesenrad, den PowerTower und ein Kettenkarrussel erinnern. Aber das reicht ja auch.

Gestärkt haben wir uns gegen Ende mit einem leckeren Elsässer Flammkuchen. Dazu ein Riesling, der für meinen Geschmack etwas zu viel Säure hatte. Abgerundet wurde das ganze dann noch mit einer Fahrt im Riesenrad, wo sich mir dann noch einmal aus der Luft bestätigte, dass es in Kiel keine wirkliche Sehenswürdigkeit gibt… wenn man mal vom Wasser und den Schiffen absieht.

Gegen 21 Uhr 45 entschied ich mich dann mal den Heimweg anzutreten. Problem war nur, dass ich ziemlich am “Nordende” der Kieler Woche war. Ich musste jetzt also durch die Besucherströme hindurch irgendwie Richtung Hauptbahnhof kommen und das, obwohl meine Beine durch das viele Laufen schon etwas schmerzten. Es half irgendwann alles nichts. Am Wasser war es viel zu voll, so dass ich zur Straße hin auswich.

Meine Bahn verpasste ich um knapp 3 Minuten. Blöd gelaufen, aber ich nutze die Gelegenheit und drehte noch eine kleine Runde bei den Buden in der Nähe des Hauptbahnhofs. Um 22 Uhr 21 fuhr der Zug dann endlich Richtung Hamburg los. Auf der Fahrt hatte ich schon etwas Mühe die Augen noch offen zu halten. In Hamburg angekommen ging es dann schnell zur U-Bahn, diese fuhr zum Glück fast sofort, so dass ich um halb eins ins Bett fallen konnte.

Mein Fazit: Kieler Woche hat sich gelohnt! Vor allem bei Sonneschein, 22 Grad und keiner Wolke am Himmel macht es da echt Spaß.

PS: Fotos reiche ich noch nach.

Der eine oder andere dürfte es mitbekommen haben. Die italienische DNS Sperrliste ist kürzlich geleakt. Gepostet wurde das ganze bei wikileaks.org.

This list presents 287 internet sites currently censored by Italy. This quasi-voluntary system, which was introduced under the banner of fighting “child pornography” relies on a secret, unaccountable list of site names. Because of this lack of transparency, and the power of the censorship system, the blacklist is of intense interest.

Secret “child pornography” censorship blacklists in other countries, such as China, Thailand, Australia, Finland and Denmark have all been shown by WikiLeaks to have been corrupted into censoring non-child pornographic content, including political content (all but Denmark). It seems to be a law of human affairs that when such powerful, unaccountable, systems are introduced, they soon stray from their stated purpose.

The majority of sites on the Italian list seem to be unrelated to child pornography. While some do appear to relate to the images of teenagers, the vast majority of sites are related to what appears to be legal young-adult pornography. Some sites are unrelated to any type of pornography.

These include businesses or institutes outside of Italy, and discussion forums, used by tens of thousands for all purposes. While it is possible these sites had an unauthorized user briefly upload an underage image or link to such an image, the continued presence of the sites on this list likely reflects the lack of any censorship notification or appeal mechanism.

The Australian government admitted during a Senate estimates hearing that fewer than one third of its May 2009 blacklist was related to images of those under the age of 18.

During 2008, the government of Thailand added over 1100 pages to its censorship blacklist for “lese majeste” (criticizing the royal family).

Both the Australian and Thai blacklists have been going for a longer than the Italian system and are possibly substantially more corrupt as a result.

We checked the Italian censorship system against the top 1,000,000 most popular Internet domains (as measured by Alexa.com in November, 2008), together with selected blacklists from other countries to discover a portion of those sites censored by Italy. Botique sites and sites only recently popular do not appear in our list due to limitations in our methodology. That said, our list represents an accurate, current subset of the full list.

In Italy, blocking of content is done through DNS servers – when request for blocked site is made, user is redirected to IP 212.48.170.80 instead of original address. Two nameservers involved in the blocking are 212.48.160.5 and 212.48.160.6.

The list can be reproduced by using the Unix “dig” utility, using a command such as “dig @212.48.160.6 -f list +noall +answer” where “list” is a file containing list of domains to be checked (one per line). We then search for results which lead to IP 212.48.170.80, the site which displays the “censorship page”. This is a universal method, which can be applied to all DNS based blocking systems.

Korrigiert mich wenn ich falsch liege. In diesem Fall ist nicht die Liste an sich bekannt geworden sondern es wurde mittels eines Tools geprüft, ob eine URL auf eine bestimmte IP weiterleitet. Dazu wurden die bei Alexa.com 1.000.000 populärsten Internetadressen ausgewertet. Eine zugegeben Interessante Möglichkeit.

So kann man dann natürlich auch einen großteil der später einmal auf einer Deutschen Sperrliste stehenden Seiten herausfinden. Ob unsere Politiker darüber mal nachgedacht haben? Vermutlich wäre die Reaktion “Wir müssen das “dig” Utility sperren!” (Da ich mich mit Unix nicht auskenne weiß ich leider nicht ob das ein spezielles Programm, oder ein einfacher Befehl ist). Die Denkweise eines Holzklotzes der gerade so weit denkt wie man ihn werfen kann…

Aber kommen wir zurück zu der Liste. Wenn ich an den Begriff “Kinderpronographie” denke, dann denke ich an Kinder zwischen 4 und 14. Nach Definition der Kinderrechtskonvention der UNO gehört jeder der das 18te Lebensjahr noch nicht vollendet hat in diese Gruppe. Auch das Deutsche Recht hat da verschiedene Definitionen demnach ist Kind, wer noch nicht 14, Jugendlicher, wer 14, aber noch nicht 18 Jahre alt ist.

Wie wir oben gelesen haben hat die Australische Regierung bereits zugegeben, dass höchstens bei einem Drittel der Seiten Bilder von unter 18 Jährigen zu sehen sind. Was, frage ich mich, wird denn auf den anderen zwei Drittel Seiten gezeigt? “Normale” Pornographie? Wer entscheidet was gesehen werden darf und was nicht? Oder sind es doch vielleicht politik kritische Inhalte?
Die Thailänder haben sogar zugegeben, dass sie 1100 Seiten wegen “Majestätsbeleidigung” gesperrt haben… da fehlen mir ehrlich gesagt die Worte.

Ich Frage mich, wie lange wird es bei uns dauern, bis die erste politische Seite von unseren Polizeibehörden “gesperrt” wird?
Ich befürchte es wird sich hier nicht um Jahre, oder Monate sondern eher um Wochen oder Tage handeln.

noidea on June 23rd, 2009

Am letzten Sonntag hatten in der Hamburger City und vielen Einkaufszentren die Geschäfte geöffnet. Ich wollte die Gelegenheit also nutzen und fuhr in die Innenstadt. Erster Schock: Die U-Bahn ist völlig überfüllt, es ist heiß und stickig im Waggon – Bäh! Zweiter Schock: Auch in der Innenstadt ist es voll wie an einem Adventssamstag. Unglaublich!

Um kurz vor fünf begann es dann plötzlich recht heftig zu regnen. Zu dieser Zeit saß ich zum Glück ziemlich gemütlich im Restaurant bei Karstadt und habe mir drei leckere Lammfilets reingezogen. Vom Regen ließ ich mich danach dann allerdings auch nicht aufhalten. Während annähernd alle anderen die Eingänge der Geschäfte blockierten um ja nicht nass zu werden spannte ich souverän meinen Schirm auf um mein Shopping fortzusetzen.

Bei Saturn angekommen sah ich mich nach einer neuen Tastatur und Maus um. Meine Altgeräte haben doch schon so 7-8 Jahre auf dem Buckel, da kann man mal an einen Austausch denken. Ziemlich schnell wurde ich auch fündig. Die Razor Lycosa (79,99) und die MX Revolution (99,99) hatten es mir angetan. Die MX Revolution kenne ich schon von der Arbeit und bin mit der sehr zufrieden. Sehr zuverlässig, lange Akkulaufzeit und (für einen Rechtshänder) optimale Positionierung der Tasten und Räder.

Da ich die Preise dann doch etwas hoch fand schaute ich schnell über meinen Blackberry, was denn der Spaß bei Amazon kosten würde und siehe da: Die Razor Lycosa gabs für knapp 72 und die MX Revolution für 60. Ich ging also zu einem Verkäufer und fragte, ob sich am Preis noch was machen lässt. Zuerst argumentierte er, wenn es ein Geschäft in der näheren Umgebung anbietet, dann könnten sie mit dem Preis runtergehen. Ich sagte, dass ich es bei Amazon gesehen hätte. Jetzt warf er ein, er bräuchte dann einen Ausdruck. Da ich den nicht hatte verwies ich darauf, dass ich den Preis ja auf meinem Blackberry zeigen könnte, aktueller ginge es ja nicht.

Er willigte ein und eh ich mich versah, zahlte ich statt 180 EUR nur 138 EUR. Dabei hatte ich für die Razor Lycosa den gleichen Preis wie bei Amazon bekommen und bei der Maus ging Saturn immerhin auf 66 EUR runter. 42 EUR gespart, na wenn sich das nicht mal gelohnt hat.

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…meint der spitblog

Quelle: Die Aufnahme von Jörg Tauss in die Piratenpartei war völlig richtig – spitblog.

Er macht dieses an fünf Punkten fest:

  1. Jörg Tauss ist als unschuldig anzusehen. Und nicht deshalb, weil ich mehr wüßte als irgendjemand in dieser Sache, sondern weil er es aufgrund der Unschuldsvermutung in einem Rechtsstaat sein muß. (…)
  2. Wer fordert, Tauss abzulehnen, hätte konsequenterweise auch seinen Rauswurf aus der SPD fordern müssen. (…)
  3. Sollte Tauss rechtskräftig verurteilt werden, gehe ich davon aus, daß er die Partei freiwillig wieder verläßt, zudem gilt jedoch §45 StGB Abs. 1, der besagt, daß mit einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auch der Verlust der Wählbarkeit einhergeht. Damit würde er automatisch aus der Piratenpartei ausgeschlossen.
  4. Tauss ist Mitglied wie jedes andere auch, als Mandatsträger nur seinem Gewissen unterworfen, und daß er sich von einer Piratenpartei nicht in sein Abstimmungsverhalten reinreden lassen würde, hat er in der Vergangenheit auch als SPD-Mitglied oft genug bewiesen.
  5. Die Piratenpartei wird, genau wie die über 134.000 Petitionsunterzeichner, von einfach gestrickten Populisten ohnehin als eine Vereinigung tituliert, die sich gegen die Bekämpfung von Kinderpornographie sträube und die außer “Freie Downloads für alle” kein Programm habe. Damit müssen wir leben, ob mit oder ohne Tauss.

Diesen Punkten kann ich so ohne weitere zustimmen. Tauss ist aufgrund seiner Medienkompetenz und seiner politischen Erfahrung einfach jemand, der die Partei bereichern kann.

Interessant wird meiner Meinung nach eher, ob die Leute die sich zur Zeit in der Piratenpartei so ansammeln untereinader “grün” sind. Nach dem im redblog bereits das Abstimmungsverhalten von Jörg Tauss der letzten Jahre dargestellt wurde gab es ja sogleich kritische Stimmen, für die Herr Tauss wohl nicht “links” genug war.

Aber ist die Piratenpartei den wirklich links einzuordnen?
Ich meine eher nicht. Für mich ist die Piratenpartei eine Partei der Mitte, die aber natürlich auch rechts und links davon ihre Wähler hat.

Sie sollte nur nicht den Fehler begehen und versuchen es allen Recht zu machen. Meiner Meinung nach muss das Ziel sein sich in den nächsten Jahren auschließlich mit den im Parteiprogramm veröffentlichten Zielen auseiander zu setzen. Also: Urheberrecht, Open Access, Patentwesen usw. Das sollten die Kernkompetenzen sein!
Arbeitsmarktpolitik, Außenpolitik, Familienpolitik? Das sind keine Themen in der die Piratenpartei Erfahrung hat oder auch haben sollte.

Fokussierung ist das einzige, was der Piratenpartei Glaubwürdigkeit bringt. Fokussierung ist das was die “Grünen” und die “WASG” groß gemacht hat.

Natürlich kann man jetzt dagegen halten, dass Rentner und Tierschutzpartei bisher auch keine kritische Größe erreicht haben. Ich vermute mal, das liegt allerdings auch daran, dass die Themen die diese beackern dann doch zu sehr in einer Nische liegen. Zu Themen wir Urheberrecht und Datenschutz finden sich mittlerweile schon in sehr breiter Diskussion.

Dies ist eine Chance für die Piratenpartei. Sie wird es aber nur schaffen, wenn ihre Mitglieder und auch ihre Unterstützer frei von jeder Ideologie an einem Strang ziehen. Andernfalls wird sie demnächst wieder in der Bedeutungslosigkeit verschwinden.

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noidea on June 22nd, 2009

Gestern bin ich bei Heise Online auf einen Forumsbeitrag gestossen. Darin beschreibt der User “doedelf”, wie er in nur einer Stunde im Internet über Jörg Tauss einiges an Fakten zusammengetragen hat. Zugegeben: Ich hatte mir auch schon meine Gedanken gemacht. Das Problem ist doch folgendes, wenn jemand auf seinem Rechner eine Kinderporno Sammlung hat, warum sollte er dann gegen dieses Sperrgesetz sein? Mein Gesunder Menschenverstand sagt mir doch: Wenn ich Schuldig bin, dann verhalte ich mich lieber ruhig und bin für so ein Gesetz. Dann wirken doch meine Schutzbehauptungen, ich habe das Material nur bessessen um in der Szene zu ermitteln glaubwürdiger.
Tauss handelt aber völlig entgegengesetzt. Er versucht das Gesetz im Bundestag zu stoppen, tritt nach der Abstimmung sogar als einziger noch einmal ans Rednerpult und legt seine Sicht, dass das Gesetz nutzlos ist, dar. Leise mauscheln ist was anderes. All dies macht mir Jörg Tauss schon recht glaubwürdig.

Aber nun mal zu den Recherchen von doedelf (Quelle: heise forum):

Vielleicht hilft es hier jemanden, sich ein Bild davon zu machen. Für mich steht fest, das hier mehr gelaufen ist als das was wir normalos vorgekaut bekommen haben. Mich hält die Tauss Geschichte jedenfalls nicht davon ab Pirat zu werden.

Ich hab jetzt ca. 1 h im Netz recherchiert. Das ganze ist echt komisch – ja er gibt das ganze zu – wer die Stellungsnahme lesen will hier

http://daten.tauss.de/StellungnahmeTauss110309.pdf

Darin ist der folgende Teil:

(…) da ich mich in dieser speziellen Frage etwa auf das BKA nicht verlassen wollte: Nicht erst seit dem bereits erwähnten Auftritt des BKAPräsidenten im Deutschen Bundestag und meiner Teilnahme bei der Herbsttagung 2007 in Wiesbaden zu diesem Thema, hat sich bei mir der Eindruck verfestigte, dass das BKA das Thema Kinderpornographie auch dazu nutzt, neue Kompetenzen und Zuständigkeiten politisch durchzusetzen. Längst ist das BKA hier Partei und keine neutrale Beratungsinstanz mehr für die Abgeordneten des Deutschen Bundestages

der mich stutzig werden lässt.

Dazu folgendes. Tauss ist glaubwürdig was seine Einstellung zum Überwachungsstaat und Internetzensur anbelangt. Die ersten Einträge als Beleg finden sich in der TAZ schon 1998: http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=1998/12/01/a0067

daraus:

Der neue satellitengestützte Telefonverkehr und das Internet läßt die Fahnder der europäischen Länder erschauern. (…) Ein am Wochenende bekanntgewordener Entwurf des Rates der Europäischen Union sieht europaweit den Zugriff der Sicherheitsbehörden auf Kontoverbindungsdaten, die Gebührenabrechnung des Überwachten und sogar den Zugriff auf Paßwörter und andere Zugangscodes vor. (…) (dazu): Kritik äußert auch der SPD- Medienexperte Jörg Taus an den Überwachungsplänen. Der Enfopol-Entwurf stelle alle deutschen Bestimmungen zum Lauschangriff in den Schatten. Den europäischen Polizeibehörden würde “ein demokratisch und nationalstaatlich nicht mehr kontrollierbares Instrument an die Hand gegeben”.  Das Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung moniert: “Damit wird den Sicherheitsbehörden prinzipiell die Möglichkeit jeglicher Manipulation elektronischer Kommunikation eröffnet.” (und) Kritiker Taus meint, der geplante “Zugriff, wann immer das Überwachungsobjekt an das Internet angeschlossen ist”, ließe sich unter deutschem EU-Vorsitz am ehesten “wegkriegen”

Also schon 1998 war Tauss ein Gegner der behördlichen Begehrlichkeiten für Überwachung.

Dies geht auch nach 2001 so weiter: http://www.chip.de/news/Experte-Keine-strengere-Internet-ueberwachung_34134537.html

Zitat (news vom 19.09.2001)

Die nach den Anschlägen in den USA geforderte schärfere Überwachung des Internets wird von Jörg Taus, Experte für Neue Medien der SPD, abgelehnt. “Mehr Internet-Überwachung hätte die Terroristen nicht daran gehindert, ins World Trade Center zu fliegen”, sagte Tauss in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters.

2007 war Taus einer der wenigen der sich gegen das BKA Gesetz stemmte: http://www.fh-giessen-friedberg.de/datenschutz/content/view/29/15/

Zitat:

Am 24. Mai 2007 hat der Bundestag mit den Stimmen von Schwarz-Rot, der FDP und der Grünen bei Gegenstimmen der PDS-Fraktion und Jörg
Taus, forschungs- und medienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion, das „41. Strafrechtsänderungsgesetz zur Bekämpfung der Computerkriminalität“ (Bundestagsdrucksache 16/3656) verabschiedet.

Das Gesetz hat den sogn. Hackerparagraphen ins spiel gebracht der in erster line direkt mit dem Bundestrojaner in Verbindung steht (knacken dessen verboten).

Taus war auch ein Gegner der Vorratsdatenspeicherung (nebenbei war er auch derjenige der einblick in die Maut Verträge Toll Collect erzwingen wollte und leider scheiterte):

http://www.heise.de/newsticker/Vertraege-zur-LKW-Maut-bleiben-geheim–/meldung/73380

Dann kam die alte Layer mit ihren Plänen und Tauss hatte wieder ein neues Ziel:

http://www.tauss.de/index.php?nr=19231&menu=1

12.02.2009 | Sperrverfügungen nur auf gesetzlicher Grundlage und als Ultima Ratio

Tja und dann kam der 5.03 – zufälligerweise wird zur selben Zeit das Thema Zensur und Kinderpornographie diskutiert und Tauss ist auch dabei – wie passend.

Dazu das was mich an der Aktion extrem stört – die Art und weise wie hier Infos an die Presse schon vorab launciert wurden:

http://www.heise.de/tp/blogs/5/134175

Zitat:

Bereits Minuten nach der Hausdurchsuchung wartete Spiegel Online mit der Schlagzeile “Ermittlungen wegen Kinderpornografie gegen SPD-Abgeordneten Tauss” auf. Detailgetreu wurde hier schon über die Zusammenhänge, über den Bremerhavener, durch den man auf Tauss aufmerksam geworden war, sowie über die Verdachtsmomente berichtet. Die Staatsanwaltschaft bestätigte die Untersuchung, insofern stellt sich die Frage: Wer hat hier Spiegel Online so detailverliebt informiert, dass die Beamten quasi kaum die Wohnung verlassen hatten, als die Meldung online ging?

Auch Spiegelfechter schreibt einiges zu dem Vorgang als solches:

http://www.spiegelfechter.com/wordpress/493/die-affare-tauss-wie-demontiert-man-einen-datenschutzer

(Auf dem Artikel ist auch der Zwischenruf (video) von Tauss zu sehen, dass im Feb. 2009 aufgenommen wurde.

Dann noch das gesammte inkl. seiner Stellungsnahme zusammengefasst bei telopolis:

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30019/1.html

Interssant für alle Verschwöhrungstheorien ein kurzer Eintrag bei fefes blog http://blog.fefe.de/?ts=b7511d66 fefes blog vom 5. März

Zitat:

Oh und noch ein spannendes Detail, auf das mich dankenswerterweise Felix hinwies: Tauss hat einen Twitterfeed, wo er immer mit “TwitterFon” twittert, einer Twitter-Anwendung fürs Iphone. Er hat also ein Iphone. Und das Iphone kann gar keine MMSsen verschicken. ACH.

Auch ansonsten ist das mit der MMS unglaubwürdig. Tauss war einer der wichtigsten Gegner der Kryptoregulierung. Der Mann versteht, was Verschlüsselung ist. Und wir (der CCC) haben ihm das mit der Vorratsdatenspeicherung und Verschlüsselung erklärt. So jemand verschickt doch keine inkriminierende MMS!

Ach ja – da war dann noch ebenfalls bei fefe am 6. März:

http://blog.fefe.de/?ts=b74fd232

Zitat:

Spannender Zusammenhang für Verschwörungstheoretiker: der Vorsitzende des Immunitätsausschusses im Bundestag ist Thomas Strobl, ein CDU-Politiker und … Schwiegersohn von Wolfgang Schäuble Zufälle gibt es…! Und da wundern sich die Leute, dass das so schnell ging mit Tauss’ Immunitätsaufhebung.

Einige Gedanken zum Abschluss des Themas:

http://geisteswelt.blogsome.com/2009/03/08/die-verlorene-ehre-des-jorg-tauss/

Ach ja – Tauss war übrigens schonmal 2004 verleumdet:

http://deutschlandpolitik.wordpress.com/2009/03/07/jorg-tauss-wurde-bereits-2004-verleumdet/

Uff – habe fertig – das ganze diente mir aber als eigenen Überblick – ich halte meist nichts von Verschwöhrungstheorien ABER:

Irgendwas passt hier nicht:
Tauss kann man als Experten bezeichnen – der schafft schon seit über 10 Jahren im bereich “neue Medien” hat Kontakte zum Chaos Computer Club und kennt sich wohl mit Verschlüsselung und Co. aus – und so jemand hat das Material grade mal so auf ner Disk und hortet die (seine Stellungsnahme) über ein Jahr lang?
Er benutzt sein (oder ein) Telefon ohne Verschlüsselung oder sonstwas? In seinem Besitz wird EINE Cd gefunden sowie 23 Bilder auf dem
Handy?! (soviel zu dem Konsumenten vorwurf) Der Tausch fand vor fast einem Jahr statt – wird aber jetzt erst aufgedeckt und die Staatsanwaltschaft ermittelt GENAU DANN WENN ES IN DIE HEIße Phase eines Zensurgesetzes via Kipo geht?
Wer informierte hier die Presse so genau?
Wieso wurde seine Immunität ruck zuck vom Schäubeles Schwiegersohn aufgehoben – bei anderen fällen (CDU Politiker) wurde das nicht gemacht?
Er spuckt seit 10 Jahren dem BKA in die Suppe (siehe ganz oben seine Stellungsnahme) und wird letztlich von diesen auch ausgebremst.

Ich vertrete übrigens genau seine These das das BKA zur neuen geheim Polizei mit gigantischen Befugnissen ausgebaut werden soll. Da gab es zur Vorratsdatenspeicherung schon Rechtsexperten die bescheinigten das das BKA schon jetzt mehr Befugnisse hat als das amerikanische FBI.

Ich sag nicht das er unschuldig war – aber es ist wirklich nicht sauber – steckt mehr dahinter als er selbst sagt? Seine Stellungsnahme ist natürlich merkwürdig – und jetzt doch eine große Verschwöhrung: Wurde er dazu gezwungen? (ok nicht ganz ernst gemeint – oder doch) – keine Ahnung.

Nur mal so zum Nachdenken….

PS: Ich bin kein Leumund für Tauss – eigentlich habe ich mich nie mit ihm beschäftigt (bis jetzt) und kann auch nichts dazu sagen ob er gut oder schlecht ist – aber er hält mich nicht davon ab Mitglied bei den Piraten zu werden – nicht nach dem was ich da oben alles ergoogelt habe. Ich glaube mittlerweile nicht das er Kipo Fan ist, er ist vielleicht naiv gewesen (dumm ist er wohl nicht) – aber auch das passt nicht…

Danke an doedelf für die gute Recherche! Für mich ergibt sich daraus auch das Bild, dass da im Hintergrund jemand gewaltig an einigen Fäden gezogen hat. Die Zufälle sind einfach zu grotesk. Genau in dem Moment wo Frau von der Leyen ein populistisches Gesetz durchpauken will wird der größte Kritiker Mundtot gemacht. Ich vermute, da hatte jemand ziemlich Angst, dass das ganze doch nicht klappt. Also schnell mal vorher Herrn Tauss an den Pranger stellen um die öffentliche Meinung zu manipulieren.
Vielleicht bin ich ja auch nur etwas Paranoid. Aber ich habe schon lange das Gefühl, mich im Internet nicht mehr sicher bewegen zu können. Es ist mittlerweile für unsere Polizeibehören so leicht geworden jemandem etwas anzuhängen. Und wer erst mal den Makel hat, dass gegen ihn Staatsanwaltlich ermittelt wird, der wird den auch nicht mehr so leicht los.
Unsere Behörden haben doch schon heutzutage ein wunderbares Instrument um Angst zu säen. Erinnern wir uns nur einmal an die Durchsuchungen bei der Cicero. Und das ist noch ein Presseorgan. Was macht man denn bitte schön als Privatperson wenn man in die Mühlen der Justiz gerät? Es für Polizei und Justiz ein leichtes Existenzen zu zerstören… die landen dann in der Zeitung unter der Rubrik “Vermischtes”: Potentieller Kinderpronokonsument begeht Selbstmord.

Okay, das ist jetzt alles sehr zugespitzt, aber ich denke die Situation ist momentan auch so, dass man zuspitzen muss. Schließlich arbeitet die Politik genau so. Da werden aus “geschlossenen Tauschringen” plötzlich “eineIndustrie mit Millionengewinnen”.

Allen anders lautenden Bekundungen der Polizei und auch unserer Politker zum Trotz. Ich denke, die Polizei bzw. das BKA würde heutzutage sogar so weit gehen und Daten fälschen nur um im Recht zu sein. Eigentlich schon ziemlich schade, dass wir mittlerweile in einer “Diktokratie” leben, wo man sich schon über so etwas Gedanken machen muss…

Während ich das alles geschrieben habe hat bereits Frank Helmschrott den gleichen Heise Beitrag veröffentlicht: Causa Jörg Tauss – Ergebnisse nach einer Stunde Internetrecherche

Zur Ergänzung noch ein kleiner Auszug aus einem Bericht von 1998 zur Verurteilung des ehemaligen Compuserve-Manager Felix Somm:

Uni-Professor Sieber bezog bereits nachdem die Staatsanwaltschaft ihre Anklage verlesen hatte, Stellung zu dem Fall. Nach seiner Überzeugung beruhe die Anklage auf einem Mißverständnis der Funktionsweise des Internet, auf einem Fehlverständnis der Aufgaben des Angeklagen und auf einer falschen Anwendung des Teledienstegesetzes.

Ähnliche Worte fand Sieber dann im Schlußplädoyer der Verteidigung, nachdem der Staatsanwalt bereits für den Angeklagten gesprochen hatte. Dabei betonte der Rechtsexperte, der gleichlautenden Antrag der Staatsanwaltschaft sei “im Interesse der bayerischen Justiz und des Technologiestandorts Deutschlands zu begrüßen”. Trotz alledem machte Richter Hubbert überraschend von seinem Recht Gebrauch, den Prozeß nach seinen Überzeugungen zu beenden.

Von mir noch eine kleine Anmerkung aus einem 2001 erschienenen Bericht. Damals ging es um die DNS Sperrung von rechtsradikalen Seiten in den USA:

Schützenhilfe erhielt der Düsseldorfer Netzbetreiber von Jörg Tauss, Beauftragter der SPD-Bundestagfraktion für Neue Medien. Das Sperren einzelner Seiten mit unerwünschten Inhalten im Internet sei “technisch unwirksam und rechtlich höchst umstritten”. Benutzer könnten die Blockade einzelner Seiten durch einen DNS-Server viel zu leicht umgehen, in dem sie einen anderen verwenden. Tauss fordert daher die Förderung von Filtertechnologien, mit denen beispielsweise Eltern für ihre Kinder bestimmte Inhalte ausblenden könnten.

Das Thema ist also nicht gerade neu. Und eins muss man der von der Leyen ja lassen, vom Thema “rechtsradikale Inhalte” auf “Kinderpornos” umzuschwenken war schon ein ziemlich genialer Schachzug… der wer kann denn schon ernsthaft dagegen sein, wenn er nicht Pädophil wäre?

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